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Biografie von Hannah Höch, Mitbegründerin von Berlin Dada

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Hannah Höch Fakten

Bekannt für: Mitbegründer von Berlin Dada, einer avantgardistischen Kunstbewegung
Besetzung: Künstlerin, die Malerin, besonders bekannt für ihre Fotomontage
Termine: 1. November 1889 - 31. Mai 1978
Auch bekannt als Joanne Höch, Johanne Höch

Biografie

Hannah Höch wurde als Johanne oder Joanne Höch in Gotha geboren. Sie musste mit 15 die Schule verlassen, um sich um eine Schwester zu kümmern, und konnte ihr Studium erst mit 22 Jahren wieder aufnehmen.

Sie studierte von 1912 bis 1914 in Berlin Glasgestaltung an der Kunstgewerbeschule. Der Erste Weltkrieg unterbrach ihr Studium vorübergehend, doch 1915 begann sie ein Grafikdesignstudium am Staatlichen Kunstgewerbemuseum, während sie für einen Verlag arbeitete. Von 1916 bis 1926 arbeitete sie als Schnittdesignerin und Autorin für Frauenhandwerke.

1915 begann sie eine Affäre und künstlerische Partnerschaft mit Raoul Hausmann, einem Wiener Künstler, der bis 1922 bestand. Durch Hausmann wurde sie Teil des Berliner Club Dada, der deutschen Gruppe von Dadaisten, einer künstlerischen Bewegung aus der Zeit um 1916. Andere Mitglieder neben Höch und Hausmann waren Hans Richter, George Grosz, Wieland Herzfelde, Johannes Baader und John Heartfield. Sie war die einzige Frau in der Gruppe.

Hannah Höch und der Dadaismus

Sie war auch nach dem Ersten Weltkrieg mit politischem Radikalismus befasst, obwohl Höch sich selbst weniger politisch ausdrückte als viele andere in der Gruppe. Der sozialpolitische Kommentar der Dadaisten war oft satirisch. Höch's Arbeit ist bekannt für subtilere Erkundungen der Kultur, insbesondere des Geschlechts und der Darstellung der „neuen Frau“, eine Phrase, die die wirtschaftlich und sexuell befreiten Frauen dieser Zeit beschreibt.

In den 1920er Jahren begann Höch eine Reihe von Fotomontagen, darunter Bilder von Frauen und ethnografischen Objekten aus Museen. Fotomontagen kombinieren Bilder aus populären Publikationen, Collagetechniken, Malerei und Fotografie. Neun ihrer Arbeiten waren auf der Ersten Internationalen Dada-Messe 1920 zu sehen. Ab den späten 1920er Jahren begann sie häufiger auszustellen.

Eines ihrer berühmtesten Werke war Mit dem Küchenmesser Dada durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands schneidenDarstellung deutscher Politiker im Gegensatz zu (männlichen) dadaistischen Künstlern.

Von 1926 bis 1929 lebte und arbeitete Höch in Holland. Sie lebte einige Jahre in einer lesbischen Beziehung mit dem niederländischen Dichter Til Brugman, zuerst in Den Haag und dann von 1929 bis 1935 in Berlin. Bilder über gleichgeschlechtliche Liebe tauchen in einigen ihrer Kunstwerke jener Jahre auf.

Höch verbrachte die Jahre des Dritten Reiches in Deutschland und durfte nicht ausstellen, da das Regime die dadaistische Arbeit als "entartet" ansah. Sie versuchte, ruhig und im Hintergrund zu bleiben und in Abgeschiedenheit in Berlin zu leben. Sie heiratete 1938 den viel jüngeren Geschäftsmann und Pianisten Kurt Matthies und ließ sich 1944 scheiden.

Obwohl ihre Arbeit nach dem Krieg nicht wie vor dem Aufstieg des Dritten Reiches gefeiert wurde, fertigte Höch ihre Fotomontagen weiter an und stellte sie von 1945 bis zu ihrem Tod international aus.

Bei ihrer Arbeit verwendete sie Fotos, andere Papierobjekte, Maschinenteile und verschiedene andere Objekte, um Bilder zu erzeugen, die normalerweise recht groß waren.

Eine Retrospektive von 1976 wurde im Pariser Kunstmuseum und in der Nationalgalerie Berlin gezeigt.

Weitere Informationen zu Hannah Höch

  • Kategorien: Künstler, Fotomontage, Dadaist
  • Organisatorische Zugehörigkeiten: Dadaismus, Berliner Club Dada
  • Orte: Berlin, Deutschland, Holland
  • Zeitraum: 20. Jahrhundert

Bibliografie drucken

  • Hannah Höch. Das Fotomontagen von Hannah Hoch. Zusammengestellt von Peter Boswell.


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